Neuro Feedback

Was Sie darüber bestimmt wissen wollen:

Was ist Neurofeedback?

Neurofeedback ist eine Spezialform von Biofeedback, bei der es um die Verbesserung der Selbstregulation von unerwünschten Verhaltensweisen und Gefühlszuständen geht. Die Methode wurde in den 60er Jahren im Rahmen eine Forschungsprojekts der NASA entdeckt und kontinuierlich verfeinert. Heute gilt es als computergestützte Form des Mentaltrainings, das verschiedenste körperliche und seelische Zustände positiv beeinflussen kann. Eine Schnittstelle zwischen Gehirn und Computer (= Brain Computer Interface BCI) dient dabei der Rückmeldung (Feedback).

Die Anwendung ist nicht manipulativ und gilt als sanftes, nicht medikamentöses Verfahren. Es ermöglicht die Anregung von vielfältigen Selbstheilungsprozessen im Organismus. Wirkzusammenhänge zwischen diesem Wahrnehmungstraining und körperlichen und seelischen Veränderungen sind auch durch die aktuelle psychoneuroimmunologische Wissenschaft erklärbar.

Warum wirkt Neurofeedback?

Unser Gehirn ist die Steuerzentrale unserer gesamten Körperfunktionen und damit auch unserer allgemeinen Befindlichkeit
Entwicklungspsychologisch weiß man, dass das Gehirn seit frühester Kindheit die Funktion hat, die inneren und äußeren Zustände des Körpers mit der wahrgenommenen Umwelt optimal abzustimmen. Als Mittel dazu dienen die verschiedenen Wahrnehmungskanäle des Organismus

Gibt es unterschiedliche Neurofeedbacksysteme?

Es gibt unterschiedliche Trainingsmethoden mit verschiedenen EEG Ableitungen. In letzter Zeit setzt sich das symptombasierte Training im ILF (Infra-Low-Frequency) Bereich immer mehr durch. Das von mir verwendete System von EEG- Info gilt als eines der fünf Besten (weltweit) und wird von amerikanischen, europäischen und russischen Forschern sukzessive weiterentwickelt. Ich verwende bei meiner Anwendung die sehr effektive symptomorientierte Othmer-Methode gemeinsam mit Hardware und Software von EEG-Info.

Moderne Neurofeedbacksysteme trainieren zunehmend die unbewusste Handlungssteuerung des menschlichen Gehirns. Diese bestimmt unsere Handlungen und unser Verhalten in wesentlich höherem Maße als landläufig angenommen wird. Dadurch konnte eine wesentliche Effektivitätssteigerung des Trainings erzielt werden.

Wozu wird Neurofeedback eingesetzt?

Neurofeedback wird zur Verbesserung der Selbstregulationsprozesse im Gehirn eingesetzt und ist ein digital unterstütztes Verhaltenstraining. Die Methode hat eine positive Wirkung auf Konzentration, Aufmerksamkeit, Schlaf, Wohlbefinden und vieles mehr.
Neurofeedback hilft bei seelischen und körperlichen Problemen. Es wird aber auch zur mentalen Leistungssteigerung in den Bereichen, Beruf, Sport, Bühne und im Bereich Bildung verwendet.
Unter „Indikationen“ sind die Beschwerden aufgelistet, bei denen Neurofeedback helfen kann.

Wie viele Behandlungen sind nötig?

Die Anzahl der Sitzungen ist je nach individueller Problemstellung unterschiedlich. Meist werden nach 20-40 Sitzungen deutliche Veränderungen in Verhalten und Befindlichkeit registriert. Klienten berichten auch von positiven Veränderungen einige Zeit nach Beendigung des Trainings. Es erscheint daher sinnvoll, sich nicht vor Beginn des Trainings auf eine fixe Behandlungsdauer festzulegen. Im ersten Sitzungsblock (20 Stunden) empfiehlt es sich viel Geduld aufzubringen, bis sich die ersten Erfolge einstellen.

Die Wirkung ist nicht mit der Wirkung von Medikamenten vergleichbar. Nachhaltige Umbauprozesse im neuronalen Bereich brauchen Zeit und haben oft keinen linearen Verlauf. Es handelt sich letztendlich um Lernprozesse, die sich nicht nur positiv auf die Befindlichkeit des Klienten auswirken. Auch das Umfeld der behandelten Person kann davon profitieren.

Wie lange hält die Wirkung an?

Der Zugewinn von Selbststeuerungskompetenz ist mit Fertigkeiten wie Autofahren, Laufen und Radfahren zu vergleichen. Kommt es doch wieder zur Ausbildung der störenden Symptomatik, so kann der Effekt innerhalb weniger Sitzunger aufgefrischt werden.
Wird der erste Trainingszyklus zu früh beendet, oder wird weitgehend unregelmäßig trainiert, kann es zu Rückfällen in die alten Verhaltensmuster kommen. In diesen Fällen empfiehlt es sich das Training fortzusetzen und auf die Regelmäßigkeit besonders zu achten.

Ab welchem Alter kann trainiert werden?

Momentan wird mit Kindern ab 6 Jahren gearbeitet. Eine Altersobergrenze existiert nicht. Gerade ältere Menschen mit nachlassenden geistigen Fähigkeiten können sehr stark von Neurofeedback profitieren.

Wie oft soll trainiert werden?

Prinzipiell sollte Neurofeedback kontinuierlich ein bis zweimal die Woche angewendet werden. Bei zunehmender Stabilisierung und gegen Ende des Trainings können die Abstände dann vergrößert werden. Man spricht hier auch von langsamem „ausschleichen“.

Kann mit Neurofeedback auch während der Einnahme von Medikamenten begonnen werden?

Die Einnahme von Medikamenten ist prinzipiell kein Ausschlussgrund für das Training. Die kombinierte Anwendung sollte auf jeden Fall mit dem behandelnden Arzt abgesprochen sein. Zu Beginn des Trainings soll die Dosierung auf jeden Fall beibehalten werden. Oft kommt es im Zuge des Trainings, bei Verbesserung der Symptomatik, zur Reduktion der notwendigen Dosis oder sogar zum Wegfall der medikamentösen Unterstützung. (häufiges Phänomen bei ADHS/ADS).

Sind die Behandlungen unangenehm oder mit Schmerzen verbunden?

Neurofeedback gilt im Allgemeinen als leicht verträgliche, entspannende und angenehme Behandlungsmethode. Schmerzzustände oder negative Gefühlszustände könne zwar in seltenen Fällen kurzzeitig auftreten, sind dann jedoch meist ein hilfreicher Hinweis für eine notwendige Veränderung des Trainingsplans.

Werden die Kosten für Neurofeedback von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen?

In Österreich werden die Kosten im Regelfall nicht übernommen. Auch in anderen EU-Ländern steckt die Anerkennung durch die Kassen noch in den Kinderschuhen. Immer mehr Zusatzversicherungen erkennen jedoch die Methode als wertvolle zusätzliche Behandlung an und erstatten zumindest einen Teil der Kosten.

Mein Kontakt